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Pressemitteilung 102/2020 vom 14.04.2020

Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen

Die Befreier waren Botschafter der Menschlichkeit

Die Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen jährt sich am Mittwoch, den 15. April 2020, zum 75. Mal. Das Gedenken am kommenden Sonntag am Mahnmal auf dem ehemaligen Lagergelände wird ein stilles sein: Wegen der Corona-Pandemie wurde die geplante große Gedenkveranstaltung um ein Jahr verschoben. Im kleinen Kreis gedenkt das Land Niedersachsen daher der Opfer des Holocausts und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Den Niedersächsischen Landtag vertritt dessen Präsidentin Dr. Gabriele Andretta.

Als am 15. April 1945 britische Streitkräfte das Konzentrationslager Bergen-Belsen erreichten, bot sich ihnen ein Bild des Grauens: 50.000 Überlebende, gezeichnet von Hunger, Krankheit und erlittenem Leid, inmitten von Leichenbergen. Hunderttausende befreiten die Alliierten im heutigen Niedersachsen aus Konzentrationslagern, Gefangenschaft und Zwangsarbeit des NS-Regimes. Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta betont: „75 Jahre ist es her, dass die Bilder vom befreiten Konzentrationslager Bergen-Belsen Menschen weltweit erschütterten. Wie war es möglich, dass Menschen andere systematisch verhungern ließen, sie erbarmungslos dem Tode auslieferten? Diese Frage müssen wir uns immer wieder stellen, in jeder Generation. Denn, was geschehen ist, kann erneut geschehen: Ausgrenzung, Hass, Antisemitismus und Rassismus sind nicht verschwunden. Wir sind jeden Tag dazu aufgefordert, mit Taten für die Würde des Menschen und die Werte der Demokratie einzutreten."

Mit der Befreiung endete noch nicht das Leid: 14.000 Männer, Frauen und Kinder starben in Bergen-Belsen an den Folgen der KZ-Haft oder am grassierenden Fleckfieber und Typhus. „Wir erinnern auch an das große Engagement der britischen Befreier und ihrer Helferinnen und Helfer, die die Überlebenden in Bergen-Belsen aufopferungsvoll pflegten. Die Befreier waren Botschafter der Menschlichkeit", so Landtagspräsidentin Dr. Andretta. Die meisten Überlebenden kehrten nach 1945 in ihre Herkunftsländer zurück. Aus dem jüdischen DP-Camp Bergen-Belsen wanderten die Mehrzahl bis Mitte 1950 ins Ausland aus — vor allem nach Israel, die USA und Kanada.

„Befreit! Und dann? Wege nach der Befreiung 1945" thematisiert eine Ausstellung von Studierenden der Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Sie sollte am 15. April 2020 im Landtag mit einem Zeitzeugengespräch eröffnet werden. Auch diese Veranstaltung wurde wegen der Corona-Krise verschoben und wird voraussichtlich im Januar 2021 in der Portikushalle des Landtages eröffnet werden.


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